Kultur und Geschichte

Eine gelungen Symbiose

Die Kultur Neuseelands ist geprägt von britischen und europäischen Einwanderern und stark verflochten mit der Maori-Tradition. Neuseeland ist eine isolierte pazifische Insel, die erst relativ spät in der Menschheitsgeschichte besiedelt wurde. Heute ist das Land von einer weltoffenen Kultur geprägt – mit westlicher Prägung und einem gewachsenen natürlichen Bewusstsein für die Umwelt.

Die Maori-Kultur hat über einen langen Zeitraum Neuseelands Geschichte beeinflusst. Um 800 n. Chr. erreichten die ersten Maori – der Legende nach auf dem Rücken von Walen – die Inseln und nannten sie Aotearoa (Land der weißen Wolken). Leider ist Genaueres zur Siedlungsgeschichte nicht überliefert. Durch jahrhundertelange Autonomie konnten sich die Maori von ihren polynesischen Wurzeln lösen. Sie begründeten eigene Stämme, bauten Siedlungen, jagten, fischten, handelten und entwickelten einen eigenen Ackerbau. Ihre typische Kunst und ihre Waffenkunde wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Der Haka - der überlieferte Kriegstanz der Maori - wird heute noch bei besonderen Anlässen, Festen und Empfängen aufgeführt.

Im Jahr 1642 war es Abel Tasman, der Neuseeland als erster „Entdecker“ vom Schiff aus sah, jedoch nicht an Land ging. Es dauerte noch mehr als 150 Jahre, bis der erste Kontakt mit britischen Siedlern zustande kam. Denn erst der englische Seefahrer James Cook setzte im Jahr 1796 als erster Europäer seinen Fuß auf neuseeländischen Boden. In der folgenden Zeit nahm die Besiedlung Neuseelands rapide zu. Besonders die Einführung von Christentum, Technologie/Industrie und englischer Sprache hatten einen dramatischen Effekt. Es brachen zahlreiche Kriege um Landbesitz und Vorherrschaft aus, was dazu führte, dass die maorische Bevölkerung stark schrumpfte und zurückgedrängt wurde.

Im Jahr 1840 unterzeichneten die Maori-Häuptlinge den „Treaty of Waitangi“, der es ihnen ermöglichte, friedlich mit den Kolonialisten zu leben. Doch nach vielfacher Missachtung des „Friedensvertrags“ brach im Jahr 1845 der neuseeländische Krieg aus. Die Maori litten im Anschluss daran stark unter den tiefgehenden Folgen des historischen Konflikts: Durch den Verlust ihres Landes und ihrer Identität wurden sie zu einer Minderheit. Dennoch: Trotz vieler Rückschläge konnten sie mit der Zeit ihren Einfluss in der Gesellschaft allmählich wiedererlangen. Im Jahr 1907 wurde Neuseeland schließlich zum Dominion (Herrschaftsgebiet) des Britischen Weltreichs. 1947 akzeptierte Neuseeland den Statute of Westminster Adoption Act 1947 und erlangte völlige Souveränität, die mit der Aufnahme in den Commonwealth of Nations verbunden war.

Europäische Neusiedler (Pakeha) bewahrten ein starkes kulturelles Band zum „englischen Mutterland“, das aber später immer unwichtiger wurde. Die Pakeha begannen im Verlauf der Geschichte eine eigene, durch ihren Pioniergeist hervorgerufene Identität zu entwickeln, die auf dem ländlichen Lebensstil und Neuseelands einzigartiger Umwelt basierte. Die Pakeha-Kultur wurde zum prägenden Faktor in der Gesellschaft und wandelte sich schließlich in eine fruchtbar-kreative Bi-Kulturalität um. Wichtig für die Gegenwart: 1989 wurde durch den Education Act 1989 das „Treaty of Waitangi“ Teil des Schullehrplans, um das Verständnis zwischen Maori und Pakeha entscheidend zu fördern.

Die Nationalhymne „God Defend New Zealand“ wird seit dieser Zeit in Maori und Englisch gesungen. Doch viele Einwohner ziehen es längst vor, ethnische Unterschiede zu ignorieren und nennen sich einfach nur „KIWIS“.



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